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Karrierecoaching

Wie du merkst, ob es Zeit für berufliche Veränderung ist

Sonntag Abend fühlt sich der Bauch allein schon beim Gedanken an die Arbeit verspannt an? Nach der Arbeit fühlst du dich oft ausgelaugt und ohne Energie? Du fragst dich, ob das alles gewesen ist, oder ob da noch mehr kommt?
In jedem Job gibt es gute und schlechte Tage, ein Auf und Ab. Doch wann ist es Zeit für eine berufliche Veränderung?

In diesem Artikel möchte ich einige Impulse und Inspiration mit dir teilen, wie du für dich herausfinden kannst, ob es Zeit ist, die beruflichen Segel neu zu setzen.

Dein Körper kennt die Antwort

In unserer modernen rationalen Gesellschaft sind wir es gewohnt, Herausforderungen mit dem Verstand zu lösen. Unsere analytische Vorgehensweise erlaubt es uns, für jedes noch so kompliziert erscheinende Problem eine rationale Lösung finden zu können. Dabei denken wir oft lange auf einem Problem herum, googeln, sprechen mit anderen Menschen, schreiben Pro/Contra Listen und analysieren, bis wir die vermeintlich richtige Antwort gefunden haben.

Wen wir dabei selten befragen ist unser Körper, der uns überhaupt ermöglicht, hier auf der Erde zu sein. Unser Herz schlägt täglich fast 100 000 mal am Tag, damit wir leben können. Unser komplexes Nervensystem ermöglicht es uns, Sinne wahrzunehmen und kognitive Leistung zu erbringen. Dass wir mit dem Verstand rational Dinge lösen können ist ein Wunder, das unser hoch entwickelter Körper uns ermöglicht.

Anstatt auf ihn zu achten und zu fragen, was ihm gut tut, haben wir jedoch eher gelernt, unseren Körper mit seinen Bedürfnissen und Warnsignalen zu unterdrücken. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, you name it – All diese körperlichen Leiden können darauf zurück zu führen sein, dass unser Körper uns etwas sagen möchte, was wir mit dem Bewusstsein vielleicht zu unterdrücken versuchen. Beim Phänomen eines Burn-Outs nehmen wir den Körper ab einem gewissen Punkt nicht mehr war, was dann ultimativ zur Erschöpfung und auch Depression führen kann.

Damit es nicht so weit kommt, ist es wichtig, den Körper wieder bewusster wahrzunehmen. Denn auch unser Verstand kann nur dann gut funktionieren, wenn unser Körper gut versorgt ist – mit ausreichend Schlaf, Bewegung und Ernährung. Einer passenden Arbeitsumgebung und den dazugehörigen Aufgaben. Und einem für uns angemessen Maß an Stress (das von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist).

Umsetzungsimpuls

Unser Körper wird vor allem dann laut, wenn ihm etwas nicht mehr passt. Solltest du dich also schon länger unwohl fühlen, wird dein Körper dir bereits Signale senden. Auch wenn du dich eigentlich wohl fühlst, ist es ratsam, die Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper zu steigern, um ihn besser wahrzunehmen, zu verstehen und auch Signale früher zum empfangen.

Führe ein kleines Tagebuch für mindestens 2 Wochen, am besten länger, in dem du jeden Abend schreibst, wie es dir heute den Tag über gegangen ist. Hast du im Laufe des Tages Beschwerden gehabt? Wenn ja, welche? Wie geht es dir nach dem Arbeitstag? Versuche dich zu beobachten und wahrzunehmen. Wie fühlt sich dein Körper an, wenn du an eine berufliche Veränderung denkst? Was fühlst du dann?

Die Frage nach der Sicherheit- ein Trugschluss?

Neben der körperlichen Komponente gibt es natürlich weiterhin den Aspekt unseres Verstandes. Und der dreht sich bei der Frage „Ist es Zeit für eine berufliche Veränderung?“ häufig erstmal um die wichtigsten Bestandteile unseres Lebens: Können wir mit unserer beruflichen Veränderung unseren Lebensstandard halten? Weiterhin genug verdienen?

Während wir uns diese Fragen stellen, haben die Menschen in ärmeren Ländern dieser Welt schlichtweg nicht die Zeit und den Luxus sich zu fragen, ob sie sich beruflich verändern möchten. Sie leben beispielsweise durch Tuk Tuk fahren und Straßenverkäufe von Tag zu Tag. Wir sind also in einer sehr priveligierten Situation, uns diese Frage stellen zu können.

Diese Menschen sind auch wenn sie weniger haben, oft glücklicher als wir. Zumindest macht es den Anschein, denn in ärmeren Ländern gibt es häufig mehr Korruption, schlechtere Chancengleichheit, weniger Bildungschancen… Doch wirft man einen Blick auf den World Happiness Report 2020, so landet Costa Rica zwei Plätze vor Deutschland. Es gibt also harte Beweise dafür, dass Menschen in ärmeren Regionen (natürlich gibt es noch ärmere Länder als Costa Rica) mindestens genauso zufrieden, wenn nicht sogar glücklicher sein können, als wir Deutschen.

Auf die Frage woran das liegt, gibt es aus meiner Sicht keine einfache Antwort. Meine Hypothese an dieser Stelle ist, dass wir weniger „Materielles“ brauchen, um glücklich zu sein, als wir annehmen. Die Gesellschaft mit der wir uns umgeben, die Gemeinschaft in der wir leben und den Sinn, den wir in unserer eigenen Existenz sehen, haben womöglich ein viel größeres Ausmaß auf unsere Zufriedenheit, und das ist ja schließlich was die meisten von uns anstreben- ein erfülltes Leben.

Umsetzungsimpuls

Natürlich brauchen wir ein Dach über dem Kopf und genug Essen und Trinken. Aber bald danach sollte die Frage kommen: Welchen Sinn sehe ich in meiner Arbeit? Was möchte ich damit bezwecken? Wie beeinflusst mich die Arbeit und die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite? All diese Fragen an den jetzigen Beruf zu stellen und zu überlegen, ob die Antworten darauf unseren Ansprüchen genügen kann schmerzhaft sein und gleichzeitig neue Perspektiven eröffnen. Im kostenlosen Guide für berufliche Neuorientierung kannst du dich genau mit der Frage: Ist es Zeit für berufliche Veränderung? und all den dazugehörigen Fragen zu Körper und Verstand beschäftigen.